Bayerischer Landtag | Abgeordneter Manfred Eibl

PRESSEMITTEILUNG

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Schulbetrieb im Ausnahmezustand

Manfred Eibl kritisiert Osterpaket der Bundesregierung

Eine Schule, die mit Kreativität, Eigeninitiative und gegenseitiger Unterstützung die Herausforderungen der Corona-Pandemie vorbildlich und in kurzer Zeit gemeistert hat, von dieser Mittelschule wollte Manfred Eibl von der Freie Wähler Landtagsfraktion mehr erfahren. Wenn der Schulbetrieb plötzlich stillsteht und Unterricht in kürzester Zeit an völlig neue Rahmenbedingungen angepasst werden muss, braucht es die Bereitschaft und besonders Kreativität seitens der Lehrkräfte und auch der Schulleitung, damit die Schüler*innen möglichst reibungsfrei an den Distanzunterricht herangeführt werden können.

Bildunterschrift: Schüler*innen aus der Ukraine, Schulleiterin Miggisch, Manfred Eibl und Tom Kagerbauer

Die Mittelschule Freyung wurde für ihre vielfältige digitale Unterrichtsgestaltung über das Videotool TEAMS in dieser schwierigen Zeit ausgezeichnet. Sogar für den Sportunterricht fanden sie eine Lösung und nutzten Stadtbänke, Treppen oder Gartenmöbel als Trainingsgeräte. „Es ist dieser Schulfamilie gelungen, ein qualitativ hochwertiges und abwechslungsreiches Bildungsangebot zu offerieren und dabei das Zusammengehörigkeitsgefühl zu erhalten. Dazu gratuliere ich Ihnen und dem gesamten Kollegium“, so Manfred Eibl bei seinem Besuch bei Schulleiterin Cornelia Miggisch.

Im Gespräch räumte sie ein, dass abwechselnd Schüler, Lehrer und auch sie selbst angesichts der vielen Anforderungen, manchmal der Verzweiflung nahe waren. „Heute profitieren wir von den zusätzlichen pädagogischen Möglichkeiten z.B. via MS-TEAMS und der verbesserten technischen Ausstattung, die es den Schüler*innen ermöglicht, sich mit den dauerhaft abrufbaren digitalen Medieneinheiten optimal vorzubereiten“, so die Schulleiterin. In den Optimismus mischt sich die Sorge darüber, wie die Prüfungsergebnisse in Folge der vielen coronabedingten Fehlzeiten bei den Lehrkräften und den Kindern, ausfallen werden.

Mit einigen ukrainischen Schüler*innen wartet schon die nächste Herausforderung auf das engagierte Kollegium. Die Verständigung erfolgt in Englisch oder mit Übersetzungsprogrammen und für den Schulweg wurden Begleiter gefunden, die dafür Sorge tragen, dass alle gut zur Schule und wieder nach Hause kommen.

Von der Staatsregierung wünscht sich Schulleiterin Miggisch, dass der Bildungsetat aufgestockt wird, damit z.B. die Bezahlung der Lehrkräfte mehr Anreiz zu einem Einstieg als Mittelschullehrer*in bietet und ein Austausch mit anderen Schularten möglich würde. „Für die Schüler*innen ist die Berufsorientierung und die Berufseinstiegsbegleitung ein wichtiges Aufgabengebiet, das unbedingt weiter finanziert werden sollte“, gab sie Manfred Eibl als große Bitte an den Kultusminister mit auf den Weg nach München. Er versprach gern, sich für diese Anliegen stark zu machen, denn auch ihm liegt die Stärkung der Mittelschulen sehr am Herzen.