Bayerischer Landtag | Abgeordneter Manfred Eibl

PRESSEMITTEILUNG

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Bayerischer Landtag | Abgeordneter Manfred Eibl

Sozialverträgliche Klimapolitik und Technologieoffenheit für moderne Verbrenner in ländlichen Gebieten und für den Automobilstandort Bayern.

Ich sehe das Bedürfnis vieler Menschen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu wollen. Für viele Bürgerinnen und Bürger in ländlichen Gebieten ist das Auto aber (gerade auch aus beruflichen Gründen) unverzichtbar, das E-Auto aber schlichtweg zu teuer. Diese Lebensrealität muss beim Weg in ein klimaneutrales Bayern beachtet werden. Deshalb halte ich nichts von einer einseitigen Fokussierung auf Elektromobilität, wie von vielen politischen Akteuren gefordert. Vielmehr sehe ich nur diejenige Strategie zur Mobilitätswende zielführend, welche den Klimaschutz sozialverträglich und technologieoffen gestaltet. Mobilität ist ein kostbares Gut, das für jeden leistbar bleiben muss. Wie sollen unsere Bürgerinnen und Bürger in ländlichen Gebieten ihren beruflichen Alltag bewältigen, ohne eine zuverlässige Mobilität. Auch der strukturschwache Bayerische Wald als Wirtschaftsraum ist auf eine flächendeckende Mobilität angewiesen, um weiterhin attraktiv und leistungsfähig zu bleiben.

Beim Besuch des Motorenherstellers Hatz im August dieses Jahres, nutzte Manfred Eibl die Möglichkeit zum intensiven Austausch zu den Chancen und Zukunftsperspektiven der modernen Motorenherstellung.

Deshalb muss eine Mobilität der Zukunft dezentral gedacht werden und sich an den regionalen Bedarfen orientieren. Dazu gehört selbstverständlich auch der Individualverkehr mit Autos, gerade auf dem flachen Land. Ich freue mich sehr, dass die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion im Rahmen der Bayernkoalition auch weiterhin Technologieoffenheit für alle Motoren garantiert, um die Mobilitätswende im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes mit Augenmaß innovativ und sozialverträglich zu gestalten.

Für den Klimaschutz gilt es bei der Wahl der besten Mobilitätsform die Sinnhaftigkeit zu prüfen! Dabei ist die eindimensionale Sicht auf Verbrennungsmotoren nicht zielführend. Ganz im Gegenteil – moderne Verbrennungsmotoren bieten gerade durch synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels, hervorragende Zukunftsperspektiven, weshalb ich ein Verbot der Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotoren strikt ablehne. Beispielsweise ist die Klimabilanz eines Verbrennungsmotors für klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoff wesentlich besser als die eines mit Braunkohlestrom betriebenen Elektroantriebs. Deshalb ist es für den Standort Bayern von großer Bedeutung, seine hohe technologische Kompetenz auf dem Gebiet der Verbrennungsmotoren weiterhin auszubauen.

Außerdem darf die Notwendigkeit von Verbrennungsmotoren für die Beförderung hoher Lasten und auf langen Strecken, etwa im Flug-, Schifffahrts-, Sonderfahrzeug- und Langstrecken-LKW-Verkehr, nicht außer Acht gelassen werden. Ebenso wie die Anwendungsfälle außerhalb des Mobilitätssektors. So sind mit Industrie-Verbrennungsmotoren angetriebene Baumaschinen und Aggregate aktuell unverzichtbare Arbeitsgeräte, gerade auch für das mittelständische Handwerk. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass moderne Verbrennungsmotoren aus Bayern gleichberechtigt neben batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen stehen.